Sonntag, 24. November 2013

Dreieichcon

Sodale! Ich sitze momentan total übermüdet, mit auf drei Tagen verteilten ca. 6 Stunden Schlaf, und komme doch nicht umhin etwas über die Dreieichcon zu erzählen. Genau genommen bin ich rein psychisch gerade nicht wirklich in der Lage einen geraden Gedanken zu fassen, deswegen wundert euch nicht^^ Ich finde es jedoch besser, mich in diesem Zustand einem Blogeintrag zu widmen, als meinen Tschechisch Vokabeln...

Nun zur Con.
Sie war super! Die Leute waren super nett, die Spielrunden haben (bis auf eine...) sehr viel Spaß gemacht!
Brett-/Rollenspiele, die ich ausprobiert habe waren folgende:

Itras By:
Geleitet von Aurora fing am 24.11. um 24:00 Uhr die Spielrunde Itras By an. Itras By ist ein surreales Rollenspiel und sitzt zeitlich in den goldenden zwanziger Jahren, wie man sie aus Filmen und Büchern kennt. Leider kamen zwei der insgesamt eingetragenen 6 Spieler nicht, weswegen wir kurzerhand einen Freund einspannten, der eigentlich nicht geplant hatte mitzuspielen. So waren wir dennoch fünf plus Gamemaster.
Die Charakter, an denen ich mitarbeiten durfte (es hat halt doch so seine Vorteile, wenn man die Freundin des Gamemasters ist xD) waren einfach alle super. Da gab es die Zwillingsbrüder Vincent und Viktor Dumal, der eine das aufrichtig Gute, Moralische, der mit dem Ziegenhuf und der Andere das exakte Gegenteil, das Laster, die Ausschweifung, der mit den Schwanenfedern. Vincent durfte ich spielen.
Dann waren da noch die jugendliche Lady Cecilia Ancien und ihr ergebener Butler Wilfred Brown. Eine alte Oma in einem jungen Körper und der Butler, der offenbar seit seiner Geburt nur dafür lebt, zu dienen. Ich muss sagen, dass ich die von einem gewissen Christian verkörperte Figur des Butlers und die Art, wie dies geschah wirklich super gelungen finde.
Die merkwürdigste Mitstreiterin (gespielt von einem Marco, den wir durch Zufall kennen lernten) war Miss Angelicka Mophius (ich hoffe, der Name stimmt so, konnte ihn mir schon beim Spielen nicht genau merken...). Eine junge Dame mit manchmal etwas seltsamen Gebaren, denn sie ist kein Mensch. Um genau zu sein, ist sie eine Maschine mit einer menschlichen Seele, geschaffen von ihrem brillianten Vater, der nach dem Tod der Mutter im Kindbett nicht auch noch die stark kränkliche Tochter verlieren wollte.
Bei den Charakteren gab es einige Gimmicks, von denen ich euch hier aber nichts erzählen werde, da das in einem Gespräch wesentlich besser dargestellt werden kann. Ich sag nur: der Tod trat auf.

König von Tokyo:
Das ist ein Brettspiel, in dem man versucht, durch das Töten aller Gegner oder das erreichen einer bestimmten Anzahl an Ruhm König von Tokyo zu werden. Es scheint auf den ersten Blick kaum zeitfüllend zu sein, aber spielt man es erst einmal mit 3-5 Spielern und hat es ein bisschen verstanden, so gewinnt dieses Spiel doch an taktischer Tiefe und Spaß macht es auch. Ich werde nicht näher auf die Regeln eingehen, warum auch. Es klang lustig, es ist recht einfach, wenn es euch interessiert, dann googelt es.

Zombies!:
Auch ein eigentlich sehr schönes Spiel (ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein Brettspiel ist). Man spielt eine Spielfigur, die vor der Zombieapokalypse flieht, oder in sie hineinrennt. Man hat Karten, die man aneinander legt, um die Stadt aufzubauen. Auf jeder Karte werden Zombies platziert und manchmal auch Herzkarten (Leben) und/oder Munitionskarten. Die Munition braucht man natürlich, um sich gegen die Zombies zu wehren, falls man mal nicht so glücklich gewürfelt hat. Ziel ist es, den Hubschrauberlandeplatz zu finden, von Zombies zu reinigen und abzuhauen. Leider spielen die Spieler gegeneinander. Es gibt Karten, wie Aktionskarten, mit denen man sich selbst helfen kann oder andere Spieler behindert. Man kann am Ende seines Zuges eine gewürfelte Anzahl von Zombies bewegen und damit auch zu Gegner führen. Die erste dreiviertel Stunde hat es wirklich Spaß gemacht, es war lustig, spannend, hatte Überraschungsmomente. Gegen Ende jedoch war es doch ein bisschen langweilig, da es sich unglaublich zog. Jeder behinderte jeden, keiner lies den anderen gewinnen, sei es durch Erreichen des Landeplatzes oder das Töten von 25 Zombies (dieses Ziel hatte ich zweimal fast erreicht). Aber naja, das war zumindest meine Erfahrung, den anderen Spielern ging es nicht so.

Von der für mich langweiligsten Spielrunde werde ich euch nicht viel bis nichts erzählen, aus dem einfachen Grund, dass ich den Namen des Spiels vergessen habe. Ich werde kein Spiel schlecht machen, ohne euch zu sagen, was für eins es überhaupt ist. Es war ein "Rollenspiel" ohne Rollenspiel, einer unglaublichen Anzahl an  W6 Würfeln und einem Spielleiter der nun ja... eher mau war. Ich habe es dann auch nicht zu ende gespielt, sondern mich in einem geeigneten Augenblick vom Tisch verabschiedet.

Von den Spielrunden einmal abgesehen habe ich natürlich auch einige Souvenirs erstehen müssen bzw. geschenkt bekommen! Es waren einige Zeichner/Illustratoren da, von denen mir ein paar ein zwei ihrer Bilder im Postkartenformat schenkten. Aurora kaufte mir ein unglaublich süßes Poster mit Alice in Wonderland Theme. Es ist so schön! Natürlich habe ich nicht darum gebettelt, dass man mir etwas schenkt, aber gefreut habe ich mich jedes mal riesig! :D Jetzt bin ich um einige Postkarten, ein cooles Poster und einen Würfelbecher reicher. Einen Würfelbecher? Aber ja! Aurora erstand für nen Appel undn Ei sämtliche Werke zu einem Rollenspielsystem, während ich neben dran stand und zuhörte, bzw. mir den Stand ansah. Dabei vielen mir diverse Würfelbecher ins Auge, ich griff nach einem und zeigte ihn Aurora. Ich habe so etwas gesagt wie: Sieh nur, die sind schon cool, so mit dem Deckel, aus Leder, gefärbt und bemalt. Schade dass sie so gerade sind (sie hatten die Form eines Zylinders und nicht die eines Trapezes, was mir bei Würfelbechern wesentlich besser gefällt). Der Verkäufer sah mich an und wollte dann genau wissen, warum mir der Becher nicht gefiel. Ich versuchte es ihm zu erklären, aber er sah es nicht ein, drückte mir den Becher in die Hand und meinte nur so: Da, nimm ihn dir mit. Ich war im ersten Moment total perplex, warum mir der Verkäufer (einfach so!) einen Würfelbecher schenkt, von dem ich ihm keine Minute vorher noch gesagt hatte, dass er mir nicht gefällt! Ich habe ihn natürlich angenommen und mich herzlich bedankt. Ich mag den Becher zwar immer noch nicht, aber ein Geschenk wird benutzt. Das sagte ich auch dem Verkäufer. Jetzt besitze ich einen blauen DSA Lederwürfelbecher mit einem goldenen Adler (wenn mich nicht alles täuscht) darauf. Yay! :)


Soweit so gut, ich hab den Faden verloren.
So ist das, wenn man einen Eintrag verfasst, einem zwischendrin etwas auffällt und man sich ärgert.
Man vergisst die Hälfte und bevor ich einen falschen Eintrag poste, poste ich lieber einen halben.
Also eventuell kommt noch etwas nach :) Einen schönen Restabend noch!



Dienstag, 1. Oktober 2013

Story Cube Story #2

Aus Frust darüber, dass meine geliebte Spielereihe Precipice of Darkness in ihren letzten beiden Teilen zu einer Art Spiel ummodeliert wurde, die ich wenn überhaupt nur auf dem Game Boy spielen würde (und natürlich ist das Scheißspiel für den Pc!) und im Allgemeinen eher extrem scheiße finde, hier eine weitere Story Cube Story. Ich könnte so kotzen, was hab ich mich gefreut.

Story Cubes: Enchanted
Bilder: Eine alte Frau mit Stock, ein leerer Vogelkäfig, ein in einer Spirale eingesogenes kleines Männchen.

Eine alte Frau, die schon seit langer Zeit nur noch mit Stock gehen konnte, hatte einen Wellensittich als Haustier. Sie liebte den Vogel sehr, auch wenn sie sich nicht mit ihm unterhalten konnte, so war er ihr doch eine schöne Gesellschaft. Sie erzählte ihm von allem was sie tat und manchmal da sang er für sie.
Doch eines Tages, die alte Frau kam gerade von Kräuter sammeln heim, da war der Vogel verschwunden.
Sie wusste nicht, wieso und wie, denn die Käfigtür war noch immer (oder wieder?) verschlossen, alles so, wie sie es zurück gelassen hatte. Nur ihr geliebtes Vögelchen fehlte!
Oh, welch Gram, oh, welch Kummer! Seit diesem Tage ging die alte Frau noch gebückter an ihrem Stock.
Jahr und Tag nach dem Verschwinden des Vogels fasste die alte Frau einen Beschluss. Ihre lange nicht mehr genutzten Kräfte als Hexe sollten ihr wieder einen Gefährten für die einsamen Tage beschaffen. So machte sie sich ans Werk, las jedes ihrer Bücher noch einmal, versuchte jedes ihrer Rezepte erneut, um etwas zu finden, was hilfreich sein konnte.
Sie wurde auch fündig. Einen ganzen Monat lang sammelte sie Kräuter und andere Pflanzen, braute unablässig an einem Elixier. Sie wusste nicht genau, wie sie es anstellen musste, wenn das Elixier fertig war, zu alt das Rezept, sodass der letzte Satz mit dem Wissen darum nicht mehr lesbar war.
Am Ende des Monats, alles war nach Rezept verlaufen, freute sich die alte Frau wie ein junges Mädchen.
Freudig einen Gefährten herbeisehnend, singend, hüpfte sie durch ihr Haus. Doch weh! ihr Rücken machte sich bemerkbar und vor lauter Schmerz lies sie die Phiole mit dem Elixier fallen. Ein noch größerer Kummer überfiel die alte Frau, war doch nun alles zunichte, da der Trank nur einmal im Jahr gebraut werden konnte.
Sie bemerkte nicht sogleich, dass sich etwas geändert hatte. Dort, wo das Elixier auf dem Boden zerschellt war, begannen die Holzdielen sich merkwürdig zu verdrehen. Es schien, als würde sie von einer Art Sog in das Erdreich gezogen. Doch es waren nicht die Dielen, die ins Erdreich gezogen wurden, etwas anderes wurde aus dem Erdreich in das Haus katapultiert!
Da plumste plötzlich ein kleines Homunkulusmännchen auf den Boden und die alte Frau war sehr erstaunt.
Damit hatte sie nicht gerechnet, sie hatte eigentlich mit nichts und allem gerechnet, aber damit irgendwie doch nicht. Schnell sammelte sie das Männchen auf und sah nach, ob es auch keine Verletzung bekommen hatte. Sie versorgte es und setzte es danach in den Käfig.
Das Homunkulusmännchen stammte aus dem Labor eines Alchimisten und auch, wenn es bei der alten Frau nicht halb so viel interessante Sachen zu sehen gab, so war die Frau doch nett und wollte es nicht für ihre Zwecke missbrauchen, so wie der Alchimist es vorgehabt hatte.

Titel: Die Frau, die eine Hexe ist.


Montag, 30. September 2013

Immatrikulation! Stricken! Bento! In dieser Reihenfolge!


Oi, oi, oi! Heute war wieder was los!
Zuerst habe ich verschlafen. Dann rief meine Mama an, um eine geschlagene Stunde mit mir zu telefonieren.
Meine Mama hasst telefonieren.
Deswegen habe ich meinen Termin beim Fachstudienberater um eine halbe Stunde verpasst. Zum Glück ist das ein sehr netter Mensch, Emling mit Namen, und voll tättowierten Armen! Religionswissenschaften hooray! Nachdem der mir kurz erklärt hat, was ich wie wo wann belegen muss, bin ich dann direkt weiter zur Studierendenadministration, um mich einzuschreiben. Dort wurde mir dann gesagt, dass ich mich gar nicht neu einschreiben kann, weil das warum auch immer nicht geht, sondern mich nur verspätet rückmelden und umschreiben kann. Das kostet aber natürlich 10€ mehr, dafür, dass davon nirgendswo etwas steht! Super... Aber immerhin bin ich dann ab nächste Woche wieder Student, dieses Mal vielleicht etwas erfolgreicher.
Danach war ich im Marstall eine Kleinigkeit essen und stricken. Um der "alten" Zeiten willen (letztes Jahr), als ich im Herbst und Winter zusammen mit meiner Freundin Frieda da saß, Bands zuhörte und begann einen Schal zu stricken, diverse heiße Schokoladen zu trinken und über Gott und die Welt zu reden.
Ich sollte dieses Jahr definitiv wieder Weihnachtskränze basteln!
Und last but not least, habe ich heute Abend mein allererstes Bento gemacht! :D
Oje, oje, ich hoffe es schmeckt... Also nicht, dass ich was reingemacht hätte, was nicht schmeckt...
Kalt ist das dann aber halt doch wieder etwas anders.
Morgen Abend bekomm ich spätestens die Rückmeldung, ich bin gespannt! Gedauert hat es mit Gemüse schnippeln und so ungefähr eine Stunde. Allerdings habe ich dabei auch telefoniert^^ Weswegen mir der eine Chicken Nugget etwas angebrannt ist... Ich hoffe, es fällt geschmacklich nicht so auf xD
Drin sind Chicken Nuggets, Reis, gebratenes Gemüse, Karotten, rote Paprika, Champignons, kleine Tomaten, eine Feige und ein KitKat :)
Ich weiß nicht, ob Aurora davon satt wird, aber wenn nicht, brauch ich definitiv eine größere Bentobox!
Eigentlich sollten nämlich noch Gurkenscheiben rein^^ Die hab ich dann aber vergessen und Platz wär auch keiner mehr gewesen. Hoff eh, dass die Box nicht zwischendurch aufgeht...
Oi!

Samstag, 28. September 2013

As always

What a fucked up, shitty weekend.
Haven't seen half as much as I wanted.
Haven't eat nothing but one sandwich and that without enjoying it.
Have cried many tears.
Have a headache and a bodyache.
I'm nearly at an end with my nerves, it's just all too much.
I have so much to do and absolutly no strenght for it.
Aurora's sick, I haven't danced for over a year.
So I'm just sitting here and feel like I'm dying.

As always.

Dienstag, 10. September 2013

Mülleimer ahoi!

Dank reiner Vergesslichkeit beim Mülleimer kaufen weder Tasche, noch Korb, noch Wagen mitgenommen. 
Also alles Zeug in den Mülleimer gepackt und an der Kasse schön ausgeräumt und alles (auch den
Mülleimer ganz zum Schluss) aufs Band gelegt. 
Fragt mich die Frau an der Kasse, als ich dran bin: "Sie haben keinen Wagen, ne?"
Und ich so: "Ne, ich hab nen Mülleimer, der reicht für den Transport" Als die Kassiererin dann zum Mülleimer kam, fing sie an zu lachen und meinte: "Ich dachte, sie machen Blödsinn, aber da steht ja wirklich der Mülleimer!" xD

Sonntag, 1. September 2013

Story Cubes! Oder: Wie man seiner Langeweile auf kreative Art entkommt.

Schon länger habe ich mit ihnen geliebäugelt, am Freitag habe ich sie mir dann endlich doch gekauft:
Story Cubes!
In einer Packung sind drei Würfel mit diversen Bildern drauf. Ich habe mir die "Story Cubes: Enchanted" gekauft, es gab aber auch noch "Prehistoria" und "Clues" zu kaufen. Für den Anfang, dachte ich mir, reicht aber erstmal eine Packung, aber da man die verschiedenen Packungen auch kombinieren kann, werden die anderen wohl bald folgen. :) Man kann das Spiel alleine oder mit anderen spielen. Das "Spiel" an sich funktioniert so: Man rollt alle drei Würfel und erzählt dann anhand der gewürfelten Bilder eine Geschichte.
Ganz simpel!
Das Lustige daran, je nachdem in welcher Reihenfolge man die Bilder legt, erzählt man eine andere Geschichte, und natürlich erzählen zwei Leute auch bei denselben Bildern nicht die gleiche Geschichte.
Wenn man sich darauf einlässt, heißt das also: Langeweile ade!
Aurora kam natürlich sofort auf die Idee, man könne ja ab und an die Würfel rollen und die Geschichte dazu dann im Blog veröffentlichen.
Weil mir gerade danach ist, ich die Zeit und die Muße (die noch gerollt wird ;D) dazu habe und ihr vielleicht mal etwas anderes, als meine Erlebnisse und meinen Seelenmüll lesen wollt, seht hier! Die Erste meiner Story Cubes Geschichten mit den Story Cubes: Enchanted!

P.S.: Ich nenne euch auch die jeweiligen Bilder, einfach so! Den Titel der Geschichte lasse ich erstmal offen, da die Würfel ja noch nicht gerollt sind. Wenn mir am Ende der Geschichte ein Titel einfällt, werdet ihr ihn dort finden, ansonsten bin ich offen für Vorschläge! :) Und wehe, jemand beschwert sich über die Namen, ich bin so schlecht im Namen geben...



Bilder der Würfel: Teufelchen, Kind mit Cape, Diadem mit Stein

Nun ja... mir fällt jetzt als erstes eine Kombination aus Kotkäppchen und dem Froschkönig ein, aber das lass ich mal... Außerdem wäre das ja nichts neues. Zumindest für mich nicht.
Nun denn, los geht's, auch wenn mein Hirn mir nur schon Vorhandenes hinwirft! Und wie jede gute Geschichte beginnt sie mit...

Es war ein mal ein kleines Teufelchen namens Fipo. Es spielte gerne mit dem Feuer, wie alle Teufelchen das tun, aber anders als andere Teufelchen spielte es auch gerne mit dem Wasser. Fipo war ganz fasziniert davon, dass er sich selbst im Wasser sah. Er wusste, dass er das Bild im Wasser selbst sein musste. Mehr als einmal nämlich fiel er beim Versuch das andere Teufelchen aus dem Wasser zu ziehen und zu entlarven ins Wasser hinein. Von den anderen Teufelchen wurde Fipo dann jedesmal ausgelacht, aber er setzte sich einfach schweigend an eines der vielen Feuer und trocknete.
Eines Tages, als er wieder ins Wasser starrte und sein Spiegelbild beobachtete, wie er sich selbst Grimassen zog, die Zunge rausstreckte und manchmal sogar mit sich redete, erschien ein anderes Bild im Wasser.
Es war das Bild von einem Mädchen mit einem Cape an und der Mütze über den Schultern. Es sah ganz traurig aus, aber Fipo war so beschäftigt mit den Spiegelbildern, dass er nicht begriff, dass wenn da ein Spiegelbild war, dann musste ihm gegenüber, auf der anderen Seite des Baches, auch ein Mädchen sitzen!
Also fing er an, mit dem Spiegelbild zu reden. Es hieß Tunlinde und war, wie schon gesagt, sehr traurig.
Die anderen Mädchen in ihrem Dorf hatten sie Jahrelang ausgelacht, weil ihre Haare so hässlich waren und ihre Mutter ihr die Haare nur hässlicher schnitt. Tunlinde erzählte ihm, dass ihr Vater nicht so viel arbeiten konnte und die Mutter deswegen keine neue Schere kaufen konnte. So musste die Mutter die Haare mit der selben, immer stumpfer werdenden Schere schneiden und Tunlinde wurde von immer mehr Mädchen aus dem Dorf ausgelacht.
Fipo hatte keine Haare, deswegen verstand er nicht ganz, was das Spiegelbild damit meinte, aber aus Freundlichkeit bot er dem Spiegelbild an, es solle die Haare doch einfach wachsen lassen.
Da fing das Spiegelbild noch heftiger an zu weinen und unter schluchzen erzählte es dem kleinen Teufelchen, dass es auf den Trick von einem bösen Jungen aus dem Dorf hereingefallen war. Der Junge hatte Tunlinde versprochen, ihr die Haare schön zu schneiden. Er war der Sohn des örtlichen Scherenschleifers. Eigentlich wusste sie es besser, aber in einem Anfall geistiger Umnachtung hatte sie dem Jungen geglaubt und so war es dann passiert. Schnipp, schnapp, er schnitt ihr alle Haare ab!
Tunlinde weinte nun so sehr, dass ihre Tränen auf den ruhigen Bach fielen und das Spiegelbild verschwomm. Zuerst war Fipo ganz erschrocken und flüchtete hinter einen Busch. Tunlinde dachte, auch das kleine Teufelchen fände sie hässlich und weinter nur noch mehr.
Als Fipo dann endlich begriff (sonderlich intelligent war er nicht, der kleine Fipo), dass die Tränen von dem Mädchen kamen, mit dessen Bild er im Wasser geredet hatte, traute er sich hinter dem Busch hervor und hüpfte zu Tunlinde auf die andere Seite.
Teufelchen sprechen nicht viel, nichts unnützes und im Allgemeinen sind Menschen der Meinung, sie könnten nicht sprechen, daher war Tunlinde so erschrocken über die Worte Fipos, dass sie vor Schreck aufhörte zu weinen. Er sagte "Warte" und ging und Tunlinde wartete.
Nach einer Weile kam Fipo wieder und hielt ihr etwas komisches hin. Tunlinde hatte so etwas im Dorf noch nie gesehen, aber es kam ihr bekannt vor. Sie sagte Danke und nahm es dem kleinen Teufelchen ab, aber da sie keine Ahnung hatte, was sie damit machen sollte, sah sie es sich nur an. Es war ein Diadem, aber natürlich wusste Tunlinde das nicht. Das Diadem hatte drei kleine, eingearbeitete grüne Steinchen vorne und einen großen, roten Stein oben drauf. Nach ein, zwei Minuten ungläubigen Starrens von Tunlinde wurde es Fipo zu dumm und er hüpfte auf ihre Schulter. Fast hätte Tunlinde ihn wieder hinunter geworfen, aber Teufelchen sind flink. Fipo hatte Tunlindes Mütze abgezogen und ihr das Diadem auf den kopf gesetzt. Zuerst falsch herum, bis er sich wieder daran erinnerte, wie die Frau es getragen hatte, der er es als Mutprobe vom Kopf stibitzt hatte. Dann sprang er wieder auf die andere Seite des Baches und bedeutete Tunlinde, sich im Wasser anzusehen. Noch immer irritiert vom Verhalten des Teufelchens und dem Ding auf ihrem Kopf sah sie ins Wasser.
Ihr fehlten immer noch alle Haare, aber das Ding auf ihrem Kopf war so schön, dass ihr ihre Haare egal waren. Sie bedankte sich bei dem Teufelchen und fragte, ob sie sich wiedersehen würden. Fipo deutete auf das Wasser, sah sein Spiegelbild an und das Spiegelbild nickte. Also sah er wieder Tunlinde an und nickte erneut, diesmal für sie. Da lächelte Tunlinde zum ersten Mal seit langer Zeit und verabschiedete sich von dem kleinen Teufelchen.


Ende.

Alternativ wird Tunlinde das Diadem geklaut und Fipo ertrinkt im Bach. Aber das passiert nur in der Alternative.

Titel: Fipo und das Spiegelbild Tunlinde.